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Kinder- und Jugendmedizin
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Kinderkardiologie

Womit befasst sich die Kinderkardiologie?

Zur Kinderkardiologie gehören die Krankheitsbilder des Herzens und des Herz- Kreislauf-Systems. Dabei spielen angeborene Erkrankungen des Herzens und der Strömungs- und Druckverhältnisse im Herzen und in der Lungenstrombahn ebenso eine Rolle wie erworbene Krankheitsbilder. In den letzten Jahren stehen immer mehr Herz- und Gefäßerkrankungen bei schwer übergewichtigen jungen Patienten im Fokus.

Welche Krankheitsbilder gibt es?

Im Kindes- und Jugendalter kommt es durch die Veränderungen der Druckverhältnisse im Herzen und der Drehung der Herzachse immer wieder zu Auffälligkeiten beim Abhören des Herzens.

Es ist auch für den erfahrenen Arzt nicht einfach, harmlose von weniger harmlosen Geräuschphänomenen zu unterscheiden. Eine unserer wichtigsten Aufgaben besteht darin, durch eine genaue Analyse dieser Geräusche, EKG und Herzultraschall potenziell gefährliche Herzphänomene zu entdecken.

Herzrhythmusstörungen sind ein weiterer Untersuchungsgrund. Sollte der Herzschlag eines Kindes oder Jugendlichen unregelmäßig sein, ist dies häufig durch den Einfluss der Atmung erklärbar und vollkommen harmlos. Dennoch kann es im Einzelfall schwierig sein, eine solche harmlose Herzrhythmusstörung von einer potenziell gefährlichen zu unterscheiden. Auch hier ist der Kinder- und Jugendkardiologe gefragt.

Eine fehlende Gewichtsentwicklung und unklarer Gewichtsverlust können ebenso Hinweise auf eine Herzerkrankung sein wie auffälliges Schwitzen, anhaltender Husten oder fehlende Belastbarkeit. Deshalb untersuchen unsere Kinder- und Jugendkardiologen ihre jungen Patienten häufig zusammen mit unserer Gastroenterologin oder dem Kinderpneumologen.

Ein weiterer typischer Vorstellungsgrund für Kinder und Jugendliche sind Patienten mit Brustschmerz. Gerade im Jugendalter wird immer wieder über Druck und Schmerzen in der Brust geklagt. Nach unseren Erfahrungen sind die häufigsten Ursachen für derartige Druckgefühle im Brustbereich Verspannungen in der Wirbelsäule, gefolgt von allergisch asthmatischen Symptomen, gelegentlich jedoch auch Hinweise auf eine entzündliche Herzerkrankung.

Wie wird untersucht?

Zu den klassischen Untersuchungsmethoden der Kardiologie gehört auch im Kindes- und Jugendalter die Registrierung des Elektrokardiogramms. Diese ist in der Auswertung jedoch deutlich komplexer als im Erwachsenenalter, da die Stellung der kindlichen Herzachse ebenso berücksichtigt werden muss wie die abweichenden Normwerte für Überleitungszeiten und Herzfrequenzen der unterschiedlichen Altersgruppen. Ergänzt wird das EKG bei Bedarf durch ein Langzeit-EKG, bei dem die EKG- Kurve durch ein elektronisches Speichermedium über
24 Stunden oder länger registriert wird.

Die Blutdruckmessung erfolgt bei uns durch eine hochwertige oszillometrische Technik, die gerade bei jüngeren Kindern präzise Blutdruckwerte ermittelt. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Verteilung der Blutdruckwerte zwischen der oberen und unteren Extremität, der rechten und linken Körperhälfte gelegt. Bei Bedarf ist ebenfalls eine Langzeitblutdruckmessung über 24 Stunden oder länger möglich. Dabei wird der Blutdruck in vorgegebenen Intervallen von 30 bis 60 Minuten gemessen und über ein Speichermedium festgehalten. Es kann auch sinnvoll sein, die Blutdruckwerte unter körperlicher Belastung zu überprüfen.

Die Sauerstoffmessung erfolgt unblutig über Sauerstoffsättigungssonden in diversen Größen und Ausführungen.

Das Herzstück der kinderkardiologischen Diagnostik bildet die Ultraschalluntersuchung. Dafür steht uns ein hochmodernes digitales Ultraschallgerät zur Verfügung mit entsprechenden Ultraschallsonden für Alters- und Gewichtsklassen.

Welche Therapien sind möglich?

Uns steht ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung. Bei strukturellen Herzauffälligkeiten, etwa Auffälligkeiten im Bereich der Herzklappe, oder krankhaften Strömungsverhältnissen, kann häufig ein herzchirurgischer Eingriff helfen. Immer öfter erfolgen solche Eingriffe auch minimal invasiv, das heißt ohne Öffnung des Brustkorbs.

Wir betreuen und beraten in diesem Zusammenhang nicht nur die Familien des jungen Patienten umfassend, sondern finden auch über unser Netzwerk den für das jeweilige Krankheitsbild am besten geeigneten Operateur in München, Deutschland oder Europa.

Bei Störungen des Herzrhythmus kommen ähnlich wie im Erwachsenenalter herzwirksame Medikamente zum Einsatz, sei es dauerhaft oder im Bedarfsfall. Gerade bei Herzrhythmusstörungen können jedoch auch besagte minimal invasive operative Eingriffe helfen, die gezielt dort ansetzen, wo der Herzrhythmus gestört wird. Dies würde die Einnahme von Medikamenten überflüssig machen. Dazu beraten wir im Fall des Falles umfassend hinsichtlich Methodik und der medizinischen Kapazität, die diesen Eingriff vornehmen könnte.

Bei Übergewicht und Bluthochdruck helfen neben Medikamenten natürlich auch veränderte Lebensbedingungen, wie etwa eine Adipositasschulung. Hierzu bieten wir Hilfe über unser Netzwerk an.

Prof. Dr. Heiko Stern

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