M1 Ärztezentrum
Kinder- und Jugendmedizin
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Allergielabor (Privatpraxis)

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Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Womit befasst sich die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde?

In den Bereich HNO fallen alle Erkrankungen der oberen Atemwege und des Gehörs: angefangen bei der Nase, über die Nasennebenhöhlen, den Rachen, die Stimmbänder, bis zu den Ohren.

Die enge Kooperation der Kinder- und Jugendmedizin mit der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde hat sich seit vielen Jahrzehnten bewährt. Viele Kinder leiden unter Infekten der oberen Luftwege, kämpfen mit behinderter Nasenatmung oder anhaltenden Hörproblemen, die die weitere kognitive und sprachliche Entwicklung gefährden können.

Eine behinderte Nasenatmung oder die anhaltende Verschleimung des Nasenrachenraums führt nicht selten zu einer ausgedehnten Hustensymptomatik, bis hin zur Entstehung eines Asthma bronchiale. Eine Erkrankung der oberen Verdauungsorgane, etwa ein chronischer Rückfluss von Speiseresten aus dem Magen in den Ösophagus und in den Kehlkopf, kann ebenfalls zu einer chronischen Entzündung der Atemwege oder einer anhaltenden Hustensymptomatik führen. Daher ist es fast erstaunlich, dass es nicht schon früher den Gedanken gab, die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und die Kinder- und Jugendmedizin in einem gemeinsamen Zentrum in direkter Kooperation zu verknüpfen. Wir haben als Erste diese Idee in einer niedergelassenen Praxis umgesetzt und freuen uns über die enorm fruchtbare und zielführende Kooperation ganz im Sinne unserer jungen Patienten.

Welche Krankheitsbilder gibt es?

Wir haben es einerseits mit Erkrankungen der Nase zu tun, mit der Verengung der Nasenbelüftung, etwa durch Nasenmuschelhyperplasien, oder durch Anlagestörungen der Nase; andererseits mit Einschränkungen der Nasenatmung durch den Nasenrachenraum, insbesondere durch die Adenoidpolster (Lymphozytenpakete hinter dem Gaumensegel, die die Nasenatmung abschnüren können).

Hinzu kommen Erkrankungen des Rachens, wie entzündliche Veränderungen der Rachenrückwand, Entzündungen der Mandeln und der angrenzenden Lymphknotenregionen, Erkrankungen des Kehlkopfs, der Stimmbänder und der oberen Luftröhre.

Und auch die Erkrankungen des Ohres sind Teil der HNO, insbesondere Belüftungsstörungen des Ohres und Flüssigkeitsansammlungen hinter dem Trommelfell (Paukenerguss), zudem Schwerhörigkeit durch diese Belüftungsstörungen oder durch eine Schädigung des Innenohrs.

Die überwiegende Mehrzahl der hustenden Kinder hat Probleme im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Eine ähnlich große Bedeutung hat die Untersuchung des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches bei Kindern und Jugendlichen mit Leistungseinschränkungen vor allem körperlicher Art. Eine behinderte Nasenatmung etwa durch wiederkehrende Infekte, aber auch durch eine Inhallationsallergie führt bei vielen Kindern und Jugendlichen zu einer Einschränkung der Leistungsfähigkeiten etwa beim Fußballspiel.
Eine exakte Zuordnung der Leistungseinschränkung zur Lunge, zur Behinderung der Lungenatmung oder zur Behinderung der Nasenatmung gelingt häufig wirklich zuverlässig nur in der direkten Zusammenarbeit zwischen Pädiatrischen Pneumologen und dem Hals-Nasen-Ohren-Arzt – wie sie in unserem Zentrum gegeben ist.

Auch kognitive Leistungseinschränkungen wie Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule sind nicht selten durch eine behinderte Nasenatmung nachts und tagsüber beim Sport mit verursacht.

 

Auch akute Luftnotzustände erfordern regelmäßig die enge Zusammenarbeit zwischen dem Pädiatrischen Asthmaexperten und dem Hals-Nasen-Ohren-Arzt.

Ein weiterer Fokus unserer interdisziplinären Zusammenarbeit ist die Analyse einer von Schluckstörungen beeinträchtigten Nahrungsaufnahme. Hier arbeiten unser Hals-Nasen-Ohren-Arzt und unser Kinder-Gastroenterologe ebenfalls eng zusammen.

Wie wird untersucht?

Auf die Schilderung der Krankheitssymptome folgt eine genaue Betrachtung der Atemwege. Hierzu fertigen wir mit starken Lichtquellen hochgradig vergrößerte Bilder der betroffenen Krankheitszonen an. Dabei kann u. a. die Videoendoskopie zum Einsatz kommen.

Bei dieser Untersuchung sehen der Arzt, die Eltern und die Patienten am Bildschirm stark vergrößerte Bilder aus dem Inneren des Ohres und der Atemwege, die gemeinsam mit dem Betroffenen analysiert werden. Mit einer hauchdünnen Sonde lässt sich die Nase von innen schmerz- und reizfrei betrachten, wobei die Nasenmuscheln und Verschleimungen, Schwellungen oder Verfärbung zu sehen sind.

In gleicher Weise können auch der Rachenraum und der Stimmbandapparat besichtigt werden. Durch eine spezielle abgewinkelte Optik ist auch der Blick hinter das Gaumensegel möglich, wo im Bereich der Adenoidpolster eine häufige Problemquelle in der Kinder- und Jugendmedizin liegt.

 

Diese Reise ins Innere der Atemwege wird häufig durch eine Ultraschalluntersuchung in Bereichen ergänzt, die einer direkten Betrachtung so nicht zugängig sind.

Ein großer diagnostischer Bereich widmet sich der genauen Analyse von Hörstörungen. Denn das Schwingungsverhalten des Trommelfells ist im Kinder- und Jugendalter häufig durch Infekte oder Allergien gestört. Daher analysieren wir durch eine Druckmessung am Ohr die Schwingungsfähigkeit und das Schwingungsverhalten des Trommelfells als wichtige Grundvoraussetzung für gesundes Hören. Die Hördiagnostik erfolgt entweder mit klassischen subjektiven Methoden der Audiometrie oder mit objektiven Hörtestmethoden, die keine oder nur sehr wenig Mitarbeit des Kindes erfordern. Hier gibt es diverse Techniken, die akustische Signale auf das Ohr übertragen und die Antwort des Innenohrs registrieren. Diese Techniken erlauben eine sehr genaue Funktionsanalyse des Innenohres – selbst bei einem nicht kooperativen Patienten im Kindesalter.

Je nach Krankheitsbild ist eine Untersuchung des Immunsystems erforderlich. Dabei nehmen wir in enger Zusammenarbeit mit unserem Allergologen eine Allergiediagnostik vor – einmal in unserem Allergielabor, aber auch über Hauttests.

Gelegentlich sind auch komplexe bildgebende Verfahren im Hals-Nasen-Ohren-Bereich erforderlich: beispielsweise eine Computertomographie des Gesichtes oder eine Kernspintomographie. In diesen Fällen bieten wir logistische Unterstützung über unsere Netzwerkpartner an und helfen bei der Auswertung der erhobenen Befunde.

Welche Therapien sind möglich?

Häufig leiden die Betroffenen unter allergischen Krankheitsbildern. Hier helfen die typischen Maßnahmen der Allergenkarenz, aber auch die medikamentöse Behandlung. In enger Zusammenarbeit mit unseren Allergologen wählen wir die Medikamente aus, die eine gute Symptomkontrolle bei niedrigen Nebenwirkungsraten versprechen. Selbstverständlich gibt es auch aus hals-nasen-ohren-ärztlicher Sicht Gründe für eine Immuntherapie (SCIT oder SLIT).

Reichen die medikamentösen Maßnahmen nicht aus, um die Belüftung des Nasenrachenraums wiederherzustellen und eine regelrechte Hörfunktion zu sichern, kommt auch eine Operation in Frage. Unser Experte berät die Patienten dazu ausführlich und unterstützt sie bei der Suche nach einem für das spezielle Problem geeigneten Operateur im Großraum München. Die operative Nachsorge liegt dann wieder in den Händen unseres erfahrenen Experten.

Sollten sich die Hörprobleme weder medikamentös noch operativ lösen lassen, könnte das Tragen eines Hörgerätes zu empfehlen sein, wofür wir Kontakte zu Hörgerätezentren vermitteln.

Ein wichtiger Aspekt bei Kindern ist die Sprachförderung und Sprachanbahnung, vor allem nach einer operativen Revision der Ohren. Hier helfen wir mit Rat und Tat.

Neben der klassischen schulmedizinischen Unterstützung hat sich bei Problemen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich auch die Akupunktur bewährt. Unser Hals-Nasen-Ohren-Arzt verfügt über jahrzehntelange Akupunktur-Erfahrung und kann hier ebenfalls eine kompetente Therapie anbieten.

Dr. Richard Kirchmair

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

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